Der Kreidezeit Schimmel Sanierputz ist ein weißer, rein mineralischer Kalkoberputz zur Sanierung von schimmelgefährdeten Innenflächen, insbesondere bei Problemen durch Kondensfeuchtigkeit. Durch seine hohe Wasseraufnahmefähigkeit nimmt er Oberflächenfeuchte schnell auf, reguliert die Raumluft und schafft ein baubiologisch hochwertiges, diffusionsoffenes Wandklima.
Produktbeschreibung
Der Schimmel Sanierputz ist ein Antikondensationsputz auf Kalkbasis, der speziell dafür entwickelt wurde, hohe Luftfeuchtigkeit und Kondensfeuchte an Wandoberflächen auszugleichen. Er trägt dazu bei, schimmelbelastete oder schimmelgefährdete Innenwände dauerhaft zu sanieren und ist dabei frei von Konservierungsstoffen und ausschließlich aus mineralischen Rohstoffen aufgebaut.
Anwendungsbereich
Der Putz wird im Innenbereich zur Sanierung von Schimmelbefall eingesetzt, der durch Kondensfeuchtigkeit entsteht, sowie zur Vorbeugung in feuchtebelasteten Räumen wie Schlafzimmern, Bädern oder wenig beheizten Räumen. Durch seine hohe Wasseraufnahme (ca. 1,0 Liter Wasser pro m² bei 3 mm Schichtstärke) und die Diffusionsoffenheit unterstützt er ein ausgeglichenes Feuchteverhalten der Wand und verbessert so das Raumklima.
Der Putz kann nach Trocknung mit Kreidezeit Sumpfkalkfarbe überstrichen und bei Bedarf mit bis zu 5% Erd- und Mineralpigmenten abgetönt werden, ohne seine bauphysikalischen Eigenschaften zu beeinträchtigen. Dadurch lassen sich funktionale Schimmelsanierung und individuelle Gestaltung gut kombinieren.
Inhaltsstoffe / Zusammensetzung
Der Schimmel Sanierputz besteht aus Luftkalk (Kalkhydrat), der als Bindemittel dient und für die alkalische Wirkung sowie die feuchteregulierenden Eigenschaften verantwortlich ist. Hinzu kommen Marmorsand als mineralischer Füllstoff und expandierte Vermiculite, leichte mineralische Blähstoffe, die das hohe Porenvolumen und die Wasseraufnahme ermöglichen.
Zur Verarbeitungstechnik werden geringe Anteile Cellulose und Methylcellulose eingesetzt, die die Verarbeitbarkeit verbessern und die Putzstruktur stabilisieren. Der Putz ist rein mineralisch, diffusionsoffen, ohne Konservierungsstoffe und wird vom Hersteller als vegan deklariert.
Reichweite
Der Verbrauch liegt bei etwa 1,0–1,2 kg Pulver pro m² und mm Schichtstärke. Bei einer empfohlenen Auftragsstärke von ca. 4 mm ergeben sich daraus folgende Richtwerte: Das 2,5-kg-Gebinde reicht für etwa 0,6 m², das 25-kg-Gebinde für etwa 6 m² Wandfläche.
Die tatsächliche Reichweite kann je nach Untergrundbeschaffenheit, Saugfähigkeit und Schichtdicke variieren und sollte nach Möglichkeit durch eine Probefläche am Objekt überprüft werden. Eine gleichmäßige Schichtstärke sorgt für planbare Materialmengen und ein homogenes Oberflächenbild.
Geeignete Untergründe
Geeignet sind alle festen, mineralischen, saugfähigen Untergründe im Innenbereich wie Kalk-, Kalkzement-, Kalkgips- und Zementputze, Mauerwerk und Natur- oder Kunststein. Der Untergrund muss tragfähig, sauber, trocken bis mattfeucht, staub- und fettfrei sowie frei von losen Teilen und durchschlagenden Verunreinigungen sein.
Nicht geeignet sind Holz und Holzwerkstoffe, Lehmputze, Dispersions- und Naturharzdispersionsfarben, Ölfarben, Kunststoffoberflächen, Leimfarben sowie glänzende, nicht saugende oder dauerhaft feuchte Untergründe. Die Verarbeitung auf Gipsputzen, Gipskarton und Gipsfaserplatten ist möglich, sollte jedoch vorab mit dem Hersteller abgestimmt werden.
Verarbeitung
Vor der Verarbeitung werden alle Altanstriche, Tapetenreste und nicht tragfähigen Schichten gründlich entfernt; sandende Flächen werden abgefegt und sinternde Oberflächen mechanisch aufgeraut. Schimmelbefallene mineralische Untergründe werden zuvor z.B. mit Sodalauge oder einem geeigneten Schimmelentferner gereinigt.
Saugende Untergründe werden bis zur Sättigung mit sauberem Wasser, vorzugsweise mit Kalk-Sinterwasser, vorgenässt und dürfen nicht vollständig abtrocknen. Das Pulver wird mit ca. 0,35–0,40 Liter kaltem Wasser pro kg angerührt, mindestens 15 Minuten quellen gelassen und vor der Verarbeitung nochmals gut durchgerührt.
Der Putz wird mit rostfreiem Glätter oder Zahnkelle in 3–5 mm Schichtstärke aufgezogen; bei Verwendung einer 8 x 8 mm Zahnkelle und anschließenden Glätten ergibt sich etwa eine 3-mm-Schicht. Nach dem Anziehen wird die Oberfläche mit Schwammbrett oder Holzreibebrett strukturgebend verrieben, die maximale Gesamtschichtstärke beträgt 10 mm.
Während der Abbindephase von etwa 2–3 Tagen soll der Putz langsam trocknen, Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung sind zu vermeiden und die Fläche wird 1–2-mal leicht nachgefeuchtet. Die Verarbeitungstemperatur von Untergrund und Luft sollte zwischen 7 °C und 25 °C liegen.
Reinigung der Werkzeuge
Alle verwendeten Werkzeuge wie Kellen, Rührwerke oder Schwammbretter werden direkt nach Gebrauch mit Wasser gereinigt. Angetrocknete Putzreste lassen sich deutlich schwerer entfernen, daher empfiehlt sich eine zeitnahe Reinigung unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten.
Lagerung & Entsorgung
Das Putzpulver ist bei trockener, frostfreier Lagerung mindestens 2 Jahre haltbar. Frisch angerührter Putz kann abgedeckt mit Folie noch einige Tage aufbewahrt werden, wobei Zuschlag von Pigmenten – insbesondere Ultramarinpigmenten – die Lagerfähigkeit verringern kann; mit Ultramarin abgetönter Putz ist innerhalb von 12 Stunden zu verarbeiten.
Produktreste dürfen nicht in das Abwasser gelangen; vollständig ausgehärtete Putzreste können in der Regel mit dem Hausmüll entsorgt, restentleerte Gebinde der Wertstoffsammlung zugeführt werden. Aufgrund der alkalischen Reaktion des Produkts sind bei Verarbeitung geeignete Schutzmaßnahmen wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu beachten.
Gefahren- und Sicherheitshinweise
Gefahr
H 315: Verursacht Hautreizungen.
H 318: Verursacht schwere Augenschäden.
H 335: Kann die Atemwege reizen.
P 261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/
Aerosol vermeiden.
P 280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/
Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P 302+352: BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel
Wasser und Seife waschen.
P 304+340: BEI EINATMEN: An die frische Luft bringen
und in einer Position ruhigstellen, die das Atmen
erleichtert.
P 305+351+338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN:
Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen.
Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen.
Weiter spülen.
P 312: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM
oder Arzt anrufen.
P 501: Inhalt/Behälter Entsorgung zuführen